Über die Hugo

Mendel Stiftung

Dr. phil. Thomas A. Frank

Dr. phil. Thomas A. Frank

Vorsitzender

Michael David Levin

Michael David Levin

Gründer

STIFTUNG

Die Hugo Mendel Stiftung Berlin ist eine private, gemeinnützige, politisch neutrale, wohltätige Stiftung

Sie wurde 2021 im Andenken an den Kunsthändler und Philanthropen Hugo Mendel (1875-1956) gegründet, der gebrochenen Herzens das deutsche Reich verließ, um in der Schweiz eine neue Heimat zu finden. 

Hugo Mendel wurde am 12. Juni 1875 in Köln als Sohn des Philipp und Theresia Mendel (-Herzberg) geboren und starb am 12. Oktober 1956 ז׳ חשון תשי״ז in Zürich.

UNSERE GESCHICHTE

Hugo Mendel war ein Original.

Hugo Mendel:

Meine Herren, ich habe mit meinem Geld noch Grosses vor.“

Erzählt von einem Zeitzeugen:

Vor über 60 Jahren hatte ich das Vergnügen, Hugo Mendel kennen lernen zu dürfen. Er lebte als karger, sparsamer Mensch und drehte jeden Rappen dreimal in der Hand, bevor er ihn ausgab. Einmal war ich bei ihm zu Hause. Er lebte etwas ausserhalb der Stadt, in einem sehr kleinen Einfamilienhaus. Autos hatten wir damals keine, wir kamen mit dem Bus und das letzte Stück mussten wir zu Fuss gehen. Ich erinnere mich noch gut daran: als mein Begleiter,  und ich in die Nähe des kleinen Hauses kamen, welches in einem kleinen Garten stand, empfing uns das Gebell eines aufgeregten Schäferhundes. Mein Begleiter wollte schon wieder umkehren, er war kein Freund von Hunden. Doch da öffnete sich die Haustüre, und Herr Mendel bat uns, hereinzukommen. Mit einem verschmitzten Lächeln meinte er: Hunde die bellen, beissen nicht. Wir setzten uns hin und sprachen über Dies und Das. Als wir auf einen Wohltätigkeitsfall zu sprechen kamen, antwortete Herr Mendel: „Meine Herren, ich habe mit meinem Geld noch Grosses vor: Nach meinem Ableben soll alles an eine noch zu gründende Institution gehen.“
Und so kam es dann auch.

Zeitzeugendokumente

Hugo Mendel verliess als junger Mann das Deutsche Kaiserreich nachdem er in seinem freiwilligen Militärdienst 1897 ungerecht behandelt worden war und entgegen all seiner nichtjüdischen Kameraden als einziger nicht befördert wurde. Er verzichtete darauf auf seine deutsche Staatsbürgerschaft und lebte als staatenloser in London, Paris und Florenz. Hugo Mendel heiratete 1909 seine grosse Liebe, Mathilde Hirsch, die tragischerweise schon nach acht Monaten Ehe verstarb. Er liess sich im Jahr 1915 in Zürich nieder und war als Bildhauer und Kunsthändler tätig. Nach einem abgelehnten Einbürgerungsgesuch in 1922 wurde ihm schliesslich, im zweiten Anlauf im Jahre 1936, die Schweizer Staatsbürgerschaft gewährt. Hugo Mendel besuchte regelmäßig die Synagoge der IRGZ in der Freigutstrasse und war ein bekanntes Mitglied der jüdischen Gemeinde. Bis zu seinem Ableben 1956 lebte er abgeschieden und hinterliess keine Nachkommen. In seinem Testament verfügte Hugo Mendel seinen Nachlass für eine wohltätige Stiftung seines Namens. 

1956 wurde aus seinem Nachlass die Hugo Mendel Stiftung gegründet, die ein jüdisches Alters- und Pflegeheim in Zürich betreibt. 

Mit der Gründung der Hugo Mendel Stiftung Berlin, im Jahre 2021, erweitert sich der Rahmen des wohltätigen Engagements im Namen und Andenken Hugo Mendels über die Grenzen seines Schweizer Exils aus und kehrt zurück in sein Heimatland – Deutschland. Die Hugo Mendel Stiftung Berlin verfolgt ein breites Spektrum humanitärer und edukativer Projekte in und ausserhalb Deutschlands.